Westschweden mit Göteborg
Göteborg in Westschweden ist mit mehr als einer halben Million Einwohner die zweitgrößte Stadt des Landes. Aufgrund der Lage wird die Metropole auch als »Vorderseite« Schwedens bezeichnet. NORR hat 10 Favoriten für einen unbeschwerten Aufenthalt im wilden Westen zusammengestellt.
1. Bohuslän: Wallfahrt auf dem Wasser

Bohuslän, Långeskär, imagebank.sweden.se – Henrik Trygg
Seite an Seite liegen zwei von Schwedens besten Paddelrevieren: Bohuslän und Dalsland. Der abwechslungsreiche Schärengarten von Bohuslän, mit unzähligen Granitfelsen und kleinen Fischerdörfern, ist für Anfänger und Profis geeignet und ein Favorit bei Seekajak-Paddlern. Entlang der Küsten gibt es Kajaks zu leihen und Führungen von Reiseveranstaltern – viele mit Ökotourismus-Zertifikat. Der westliche Nachbar Dalsland ist das seenreichste Gebiet Schwedens und Ausrichtungsort des Dalsland Kanumarathons. Bereits in den 1970er Jahren wurde »Das Dalsland-Seen-System« als Europas bestes Kanugebiet bezeichnet.
2. Bohuslän: Das älteste Fischerdorf

Bohuslän, Sydkoster, imagebank.sweden.se – Fredrik Broman
Die schwedische Landschaft besteht nicht nur aus Weite, Wäldern und Wasser. Mindestens genauso sehenswert sind die Dörfer. Eines der originellsten und malerischsten findet man auf Gullholmen – im Schärengebiet von Bohuslän. Diese kleine Felsinsel ist über und über bedeckt mit ehemaligen Fischerhäusern, nur wenige Quadratmeter sind unbebaut. In den guten Heringsfangzeiten des 18. und 19. Jahrhunderts lebten hier bis zu 900 Menschen. Das älteste Haus von allen, Stenstuga, beherbergt ein hübsches kleines Museum.
3. Vättern: Dem Hecht auf der Spur

Angelglück, imagebank.sweden.se – Ulf Lundin
Der Vättern, Schwedens zweitgrößter Binnensee, ist ein klassisches Hechtgewässer. Hier wurden schon viele große Hechte mit über 15 Kilo Gewicht gefangen. Das Gebiet bei Granvik, 12 Kilometer nördlich von Karlsborg, eignet sich besonders gut zum Hechtangeln. Hier gleicht der Vättern einem Meer mit Schären. Auch die Gegend um die Grube Aspa Bruk, vor den Ombo-Inseln, ist empfehlenswert. Es gibt viele Buchten und Landzungen, die mit Spinn- oder Fliegenangeln in der Hand erforscht werden wollen.
4. Sjuhäradsbygden: Auf Rädern oder zu Fuss

Ulricehamn, Korpeboberg, ulricehamn.se – Jan Töve
Ulricehamn ist eine der Städte, die sich um den Titel Radfahrzentrum Schwedens bewerben. Rund um die Stadt hat man mehrere lange Bahndammstrecken von den Schienen befreit, um Rad- und Reitwege darauf anzulegen. Insgesamt 70 Kilometer Bahndamm im Gemeindegebiet sind schon in Fahrradrouten umgewandelt worden und in den Nachbargemeinden Falköping, Tranemo und Borås finden sich weitere Strecken. Aber nicht nur auf Bahndämmen, sondern auch auf Landstraßen kann man durch die Wälder von Sjuhäradsbygden radeln.
5. Göteborg: Anspruch mit schaumkrone

Göteborg, Beerbliotek, beerbliotek.se
Klein aber fein dachten sich die vier Freunde aus Australien, Neuseeland, Südafrika und Schweden und schufen im gemeinsamen Schaffenszentrum Göteborg ein Kleinod namens Beerbliothek. Klingt nach Kulturbrauerei und das ist es auch. Es brodelt im kulturellen Herzen von Göteborg. Hier wird jenseits der Massenproduktion Bier von höchstem Anspruch kreiert. Mit Stolz und manchmal auch mit Chili. Neben spannenden Biersorten werden hier auch Veranstaltungen geplant. Denim Jeansmaker unterstützt die Beerbliotheker mit gebrandetem Outfit: Biertrinken ist hier eine Frage des Stils.
6. Region Göteborg: Hoch hinaus

Westküste, Smögen, imagebank.sweden.se – Staffan Widstrand
Schwedens Kletterhauptstadt ist Göteborg. Im Großraum der westschwedischen Metropole gibt es über 1300 ausgewiesene Kletterrouten. Und die Granitfelsen von Bohuslän sind auch nicht weit. Unter den stadtnahen Klettergebieten sind Utby und Fjällbo die beliebtesten. Dort gibt es rund 300 Routen, sowohl für Sportkletterer, die sich gegenseitig sichern, als auch für Solotouren. Die Klettertouren haben keinen großen Höhenunterschied, die meisten sind zwischen ein und zwei Seillängen lang. Dafür variieren die Schwierigkeitsgrade.
7. Göteborg: Küstenstadt wird Grün

Göteborg Zentrum. imagebank.sweden.se – Nicho Södling
Der Weg zum Wasser ist in Göteborg nie weit. Im Stadthafen legen gigantische Fähren vom europäischen Festland an und es gibt viele schöne Kanäle, von denen aus man die westschwedische Metropole von der Wasserseite mit einem Boot erkunden kann. Besucher schlafen mit gutem Gewissen: Mehr als 80 Prozent der Hotels sind mit Umwelt-Zertifikat ausgezeichnet. Das Projekt »Sustainable Gothenborg« verfolgt das Ziel, dass in naher Zukunft sämtliche Hotels der Stadt ein solches Zertifikat tragen – ebenso Veranstaltungsorte und -arenen.
8. Göteborg: Michelin Garten

Göteborg, Botanischer Garten,
imagebank.sweden.se – Nicho Södling
Der Botanische Garten in Göteborg erstreckt sich über 175 Hektar, von denen der Großteil Naturschutzgebiet ist. Hektarangaben sind ja eher abstrakter Natur, also sagen wir einfach, dass der Garten sehr groß ist und es schwer sein dürfte, alles zu sehen. Und zu sehen gibt es viel: Waldgebiete, helle Lichtungen, ideal zum Spazieren gehen, weitläufige Rasenflächen, optimal für ein Picknick. Eingeteilt ist er in geografische Regionen und nach Herkunft der Pflanzen – Amerika, Europa und Asien. Da auch Gärten mit dem Guide Michelin Sternen ausgezeichnet werden können, hat der Steingarten in Göteborg gleich drei erzielt.
9. Westküste: NATUR-AREAL PAR EXCELLENCE

Göteborg, Lilla Bommen, imagebank.sweden.se – Göran Assner
Das Vättlefjäll liegt in direkter Nachbarschaft der Göteborger Vororte Hammarkullen und Angered. Dieses Waldgebiet gilt als das größte noch nicht erschlossene Naturareal Göteborgs. Viele schöne Seen, Flüsse, Moore und Hügel durchziehen den Wald. Und obwohl man bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln hierher kommt, ist es meistens eher leer – besonders, wenn man die Badestellen hinter sich lässt und tiefer in den Wald hinein geht. Besonders zu empfehlen ist eine Kanutour im Seengebiet. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann ein Stück des Vättlefjälls- und des Bohusledens gehen, die durch das Naturreservat führen.
10. varberg: Domizil für surfer

Varberg, Apelviken – thegreatest.se
Apelviken bei Varberg, ist ein optimales Wassersportrevier. Die Bedingungen für Surfer sind ideal für das Wassersportglück an der Schwedischen Riviera: Die Wellen kommen direkt aus dem Kattegat und bauen sich hoch auf. Noch dazu gibt es hier den gröβten Surfshop Skandinaviens. Direkt hinter Maui und Kapstadt kommt Varberg auf Platz drei. Surfen bis die Sonne untergeht ist hier im Sommer besonders verlockend – so richtig unter geht sie ja nie. Die Klippen nördlich von Varberg bieten auch Wanderern ein beeindruckendes Panorama.
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