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Nachrichten

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Snowscooter-Safari auf Spitzbergen

27 March 2013


»Natura dominatur” – Herrscherin Natur. Mit diesem Slogan wirbt das Arktis-Archipel Spitzbergen um einen Besuch in eisigen Breitengraden.

Wer die Inseln im Winter bereist, merkt rasch, dass die Natur hier unangefochten die Oberhand behält.

Eine Basisschicht aus Merinowolle, eine Zwischenschicht aus Fleece oder Wolle, Halstuch, dicke Socken, Handschuhe, Mütze – und obendrauf noch Overall, Helm, Fäustlinge und Gesichtsmaske: Tourveranstalter auf Spitzbergen wissen, worauf es bei Temperaturen bis zu -35 Grad unter dem Gefrierpunkt ankommt. Und selbst dann ist da noch dieser fiese Wind, der die Temperatur nochmal gefühlte 10 Grad fallen lässt.

Von März bis Mai dauert die Wintersaison auf Spitzbergen. Die Handvoll Hotels im Hauptort Longyearbyen sind in diesem Zeitraum, wenn optimale Bedingungen für ausgiebige Ski-, Motor- oder Hundeschlittentouren und spektakuläre Eishöhlenbesichtigungen bestehen, oft restlos ausgebucht. Spitzbergen ist ein Spielplatz für große Kinder.

Doch Vorsicht vor allzu viel Übermut  ist geboten. Jede unorganisierte Tour außerhalb der Stadtgrenzen muss vorher angemeldet werden, da jederzeit die Gefahr eines Eisbärangriffs besteht. Eine Population von 3.000 Eisbären gibt es auf Spitzbergen – im Verhältnis zu einer Bevölkerung von 2.500 Menschen. Selbst am Stadtrand Longyearbyens wurden schon Tiere gesichtet. Wer einen Waffenschein besitzt, darf zum Schutz seine eigene Waffe miteinführen. Die Tiere stehen allerdings nach Jahrhunderten der Jagd unter striktem Schutz. Geschossen werden darf nur in Notwehr.

Dem gewöhnlichen Spitzbergenreisenden bleibt da eigentlich nur die Möglichkeit, sich Gruppenausflügen anzuschließen. Von Touren an die Ostküste, wo Eisbären häufiger gesichtet werden als an der Westküste, über den Besuch einer Radiostation oder eines eingefrorenen Schiffes im Eis bis hin zu einer Fahrt mit dem eigenen Hundeschlittengespann reicht das Angebot. Die verlassene Bergbaustadt Pyramiden mit ihrer gespenstischen Kulisse ist mit dem Motorscooter auf einem Tagesausflug zu besichtigen.

Mit ein wenig Glück können einheimische Arten wie Walrosse oder Polarfüchse auf den Trips beobachtet werden. Nirgendwo anders sind die Folgen der Klimaerwärmung so spürbar wie auf Grönland und Spitzbergen – den Eisbären schmilzt buchstäblich das Eis und somit ihr Jagdgrund unter den Pfoten weg. Andere Arten wie der Orca hingegen profitieren von dieser Entwicklung.

Ein Besuch in der nördlichsten Siedlung der Welt sei jedem nahegelegt, der die arktische Landschaft in ihrer ursprünglichen Form genießen möchte. Ein kurzer Film von Christer Gundersen stellt eine Motorscooter-Tour in die russische Bergbaustadt Barentsburg vor:

 

Mehr Infos zu unterschiedlichen Touren gibt es auf:

www.svalbard.net