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Die neue NORR

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Ausgestattet mit Schlafsack, Zelt und Trockennahrung für die nächsten Tage war ich bereit für das, was da kommen mochte.

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Auf dem Weg zum Zelt lernte ich dann Alexander aus Bayern und Mathias aus Schweden kennen.

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Die trockenen Stunden nutzen wir, um gemütlich vor dem Zelt zu sitzen, zu essen oder eine Runde Karten zu spielen.

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Was mache ich morgen? Wo gehe ich hin? Wie wird das Wetter? Diese Fragen brauchte ich mir hier nicht zu stellen.

Fjällräven Classic 2014: Leserreportage 2

NORR hat unter zahlreichen Bewerbern zwei Reisereporter ausgewählt, die vom 10. Fjällräven Classic berichten. Am 9. August ging es für Denise und Thomas mit SAS nach Kiruna.Was Denise auf der 110 km langen Wanderung erlebt hat, erfahrt ihr hier.

Text & Foto: Thomas Müller

Wildnis, Weite und Wehmut

Noch ein paar Schritte in der letzten Kurve und dann sehe ich es: das Ziel. Als wir uns dem großen Banner nähern, werden die Leute auf uns aufmerksam und fangen an zu applaudieren. Sie winken und lachen uns zu. »Warum?« , frage ich mich und schaue ein wenig verunsichert zu Boden. Dort blicke ich auf meine nassen, verschmutzten Wanderstiefel und muss daran denken, wie ich vor viereinhalb Tagen und 110 Kilometern in Nikkaloukta gestartet bin.

Ausgestattet mit Schlafsack, Zelt und Trockennahrung für die nächsten Tage war ich bereit für das, was da kommen mochte. Zwar wog der Rucksack auf meinem Rücken stolze 17 Kilo, doch das konnte meinen Enthusiasmus nicht stoppen. Der Regen und die kühlen 13 Grad hatten gegen meine Funktionsausrüstung keine Chance. Doch schon nach fünf Minuten merkte ich, dass Gore-Tex-Jacke, Fleece-Pullover und Wollmütze mir nicht viel nützten. Es war zu heiß! Kurzum entschloss ich mich also, wie viele andere Wanderer auch, im T-Shirt weiter zu laufen.

See statt Dusche

Das Shirt trage ich jetzt immer noch. Mittlerweile ist es ganz schön verdreckt und schweißdurchnässt. Kein Wunder, wir waren ja auch ununterbrochen, bei Wind und Wetter draußen unterwegs. Die einzige Körperpflege bestand aus zwei abendlichen Saunabesuchen und einem anschließenden Sprung in den eiskalten Bergsee. In der Sauna herrschte übrigens eine ausgelassene Stimmung. Die Koreaner kamen mit einem Pärchen aus Chicago ins Gespräch und ein älterer deutscher Mann gab seinen Enkeln Nachhilfe in der Aufgusslehre. Auf dem Weg zum Zelt lernte ich dann Alexander aus Bayern und Mathias aus Schweden kennen. Unter den »Fjällräven« -Leuten fühlt man sich halt fast wie in einer großen Familie – wenn man sich denn begegnet. Die meiste Zeit wanderte ich mit Thomas allein. So hatten wir auch die Chance, etwas von der Stille und Weite des schwedischen Nordens genießen zu können.

Als ich im Ziel all die Menschen sehe, werde ich fast ein bisschen wehmütig. 101 Stunden ohne Handy, ohne Strom, sogar ohne Buch haben ihre Spuren hinterlassen. So gelassen war ich lange nicht mehr. Was mache ich morgen? Wo gehe ich hin? Wie wird das Wetter? Diese Fragen brauchte ich mir hier nicht zu stellen.

So langsam wie möglich

Unterwegs stellte sich nach dem einzigen sonnigen Tag bald konstanter Regen ein. Nur ab und zu gab es zwischen den Wolkenbrüchen auch ein paar trockene Stunden und diese nutzten wir dann, um gemütlich vor dem Zelt zu sitzen, zu essen oder eine Runde Karten zu spielen. Urlaub muss eben auch sein. Denn durch den Fjäll rennen, das wollten wir beide nicht. Viel zu schön sind die weiten Landschaften, die hohen Berge und die frische Luft. Kurz vor dem Start traf ich einen Mann, der schon mehrere Male mitgelaufen war. »Mein Ziel ist es« sagte er, »so langsam wie möglich zu gehen.« Ich verstehe ihn gut.

Meine wind- und wettererprobten Klamotten kleben immer noch an meinen Armen und Beinen, doch es macht mir nichts aus. Auch die müden Füße und die schmerzenden Schultern geraten in Vergessenheit. Ich fühle mich super. 110 Kilometer durch die nordschwedische Wildnis: Etwas Besseres hätte ich nicht erleben können! Ich schaue von meinen Schuhen hoch in die lachenden Gesichter und mir bleibt nichts anderes übrig: ich grinse zurück. Lächelnd nehme ich meine Medaille entgegen. Der Fjällräven Classic ist eben doch einen Applaus wert!

Hier geht es weiter zum Reisebericht von Thomas.

Denise Manz

Denise

Denise (24) hat ihren Bachelor in Bonn in der Fächerkombination Skandinavistik und Germanistik gemacht. Kurz nach der Wanderung ist sie nach Island gezogen, um auf einer Farm zu arbeiten.

Wanderung

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Der Fjällräven Classic findet seit 2005 statt. 2013 nahmen 2.200 Teilnehmer aus 30 Nationen teil. Die 110 km lange Wanderung in Schwedisch-Lappland führt auf 7 Etappen von Nikkaluokta nach Abisko.

fjallraven.de/classic
swedishlapland.de

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Weitere Infos

Ein ausführliches Interview mit Thomas und Denise zu ihren Erfahrungen könnt ihr hier lesen.

Mehr Infos zur Wanderung und Anmeldung lest ihr hier.