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Helft mit und rettet Ojnareskogen
04 June 2014
Der Fall “Ojnareskogen” auf Gotland zieht bereits seit Jahren die Aufmerksamkeit von ganz Schweden auf sich. Die Kalkfirma Nordkalk möchte dort einen Steinbruch zum Kalkabbau errichten, was schwerwiegende Konsequenzen haben könnte. Nun wurde der Firma die Erlaubnis erteilt, worauf Umweltschützer mit einer weltweiten Petitition reagieren.
Bereits seit 2005 versuchte Nordkalk die Erlaubnis zu erhalten, Kalk im Ojnareskogen abzubauen. Der 170 Hektar große und 25 Meter tiefe Steinbruch soll zwischen den zwei Naturschutzgebieten Bräntings und Bästeträsk angesiedelt werden, wo viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben. Eigentlich war es geplant das gesamte Gebiet zu einem großen Naturschutzgebiet zu erklären, doch dazu wird es nun nicht mehr kommen. Naturschützer sind entsetzt, denn Ojnareskogen gilt bereits als ökologisch sensibles Miljö. Zudem liegt die geplante Kalkgrube neben dem Zuflussgbiet zum Bästeträsk. Der Fluss dient Trinkwasserreservoir für das nördliche Gotland und sollte demnach in keinster Weise verunreinigt werden.
Die Entwicklungen in Ojnareskogen
2012 fing die Abholzung des Gebiets an, worauf die Umweltverbände Svenska Naturskyddsföreningen, Sveriges Botaniska Förening und Bevara Ojnareskogen beim höchsten schwedischen Gericht Revision forderten. Selbst die Naturschutzbehörde klagte gegen den Beschluss des Umweltgerichts und zahlreiche Aktivisten erschienen zu Protestaktionen, die nationales Aufsehen erregten. Die Holzgesellschaft Mellanskog, die von Nordkalk mit der Abholzung beauftragt wurde, beschloss schließlich ihre Arbeit zu unterbrechen, bis vor Gericht ein eindeutiges Urteil gefällt würde.
2012: Protestaktion gegen die Abholzung
Leider hielt der Erfolg der Aktivisten nicht lange an. Vor wenigen Tagen erhielt Nordkalk die Genehmigung, jährlich, über die nächsten 25 Jahre, 2.5 Tonnen Kalk in Ojnareskogen abzubauen.
2014: Die Proteste gehen weiter

Das Land- und Umweltgericht hat seine Entscheidung getroffen, doch die Naturschützer des Ojnareskogen geben nicht auf. Eine überregionale Petition könnte die letzte Rettung des Gebiets ermöglichen.
Alle Informationen zum Gebiet und den Vorgängen der letzten Jahre findet ihr noch einmal auf der Seite des Vereins Bevara Ojnareskogen. Zur Online-Petition geht es hier.






