Nachrichten
Umeå 2014
31 January 2014
Licht soll die Dunkelheit erhellen, der Schnee brennen und das Herz der Stadt Treffpunkt für Menschen aus der ganzen Welt sein. Unter diesem Motto steht die Eröffnungsfeier der europäischen Kulturhauptstadt 2014 Umeå an diesem Wochenende.
Die Stadt im hohen Norden Schwedens teilt sich zusammen mit Lettlands Hauptstadt Riga den Titel europäische Kulturhauptstadt 2014. Umeå ist wohl eher ein unbekanntes Gesicht unter den Kulturhauptstädten und kann durch seine abgelegene Lage im Norden gern mal übersehen werden. Doch hat diese Stadt einiges zu bieten. Die Umeå Universität gehört zu Schwedens führenden Lehr- und Forschungsanstalten. Unter internationalen Studenten gilt Umeå als beliebtestes Ziel in Schweden, in Europa ist Umeå an dritter Stelle. Umeås Krankenhaus, Norrlands Sjukhus, wurde gerade zum besten schwedischen Krankenhaus gewählt. Und auch ansonsten braucht sich die kleine Stadt in Nordschweden, die gerade einmal gute 100.000 Einwohner zählt, nicht zu verstecken.
Anstatt dass junge Menschen abwandern aufgrund der Randlage in Europa, wächst Umeå stetig. Über ein Drittel der Bevölkerung sind Studenten. Das Durchschnittsalter liegt gerade mal bei 35 Jahren. Vielleicht ist es gerade das große kulturelle Angebot, das junge Leute anzieht und fest hält.
Schwedens nördlichste Oper ist hier beheimatet, ein Museum zu moderner Kunst, das Bildmuseet, und zahlreiche bekannte Festivals, wie das Jazzfestival, Umeå Open oder das Made Festival. Da ist es auch kein Wunder, dass sich Umeå einiges hat einfallen lassen für sein Jahr 2014. Das wird auch schon beim Blick auf das Programm der Eröffnungsfeier deutlich. Die offizielle Eröffnungszeremonie steht unter dem Motto “Brennender Schnee.” Durch spezielle Fassadenbeleuchtungen und Lasershows wird die Stadt selbst als Kulisse des Spektakels in Szene gesetzt. Licht soll in die ansonsten so dunkle Jahreszeit gebracht werden.
Skulpturen aus Eis und Schnee werden mit Feuer und Wärme verbunden. Kälte und Wärme, Licht und Dunkelheit sind nur ein kleiner Ausschnitt der Kontraste, mit der die Stadt arbeitet. Sie ziehen sich durch die ganze Bandbreite. Auf dem Rathausplatz, dem zentralen Platz der Stadt, wird ein samisches Dorf aufgebaut, allerdings nicht jenes samische Dorf, das sich hier vor langer Zeit angesiedelt hat und als Vorläufer der Stadt gilt. Es ist mit futuristischen Elementen ausgeschmückt als Verbindung von Tradition und Moderne sozusagen. Ökologie, Recycling und Spiritualität sind die Hauptthemen. Der Bezug zur Ursprünglichkeit, zu den Wurzeln in der samischen Kultur werden besonders wichtig sein im kommenden Jahr.
Die Stadt im hohen Norden ist immer eine Reise wert, besonders in diesem Jahr aber.
Mehr Informationen zum Angebot, das die Stadt dieses Jahr zu bieten hat, finden sich hier:






