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Reif fürs
Museum

Abba hat Musikgeschichte geschrieben. Dreißig Jahre nach ihrer Auflösung bekommen die vier Schweden nun ein eigenes Museum, in dem sich alles nur um Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid dreht.

Text: Philipp Olsmeyer

Im April 2013 wird »Abba – the Museum« in Stockholm eröffnet. Endlich. Sieben Jahre hat die Suche nach einem geeigneten Ort für die Devotionalien von Schwedens erfolgreichster Band gedauert. Jetzt wird die Sammlung Teil der »Swedish Music Hall of Fame«, einer musikalischen Erlebniswelt, die zwischen Vergnügungspark Gröna Lund, Vasamuseum und dem Freilichtmuseum Skansen auf der Insel Djurgården entsteht. »Wir alle haben Abba-Erinnerungen in uns«, erklärt Museumschef Mattias Hansson. »Hier kann man zu ihnen zurückkehren.« Abba ist ein Pop-Phänomen, das viele Menschen bewegt. Nicht nur die Fans. Für viele ist die Schweden-Sympathie eng mit der Sympathie für Schwedens berühmteste Band verknüpft. Bestes Beispiel ist Micke Bayart.

Der gebürtige Stuttgarter, der heute in Stockholm lebt, entdeckte die vier Musiker 1976 – da war er neun Jahre alt – vor einem coolen Helikopter auf dem Cover von »Arrival«. Das Album hinterließ Spuren. Seitdem verfolgt er die Band und nach deren Trennung 1982 auch die einzelnen Mitglieder bei ihren Soloprojekten.

Seine Erinnerungen gibt es inzwischen in Buchform: »Abba by Micke – fantastic moments« erzählt von Mickes aktiver Zeit im deutschen Abba Fan Club von 1984 bis 1988.

Was macht die Abba-Faszination aus, dreißig Jahre nach Auflösung der Band? »So etwas hatte die Welt damals noch nicht gehört. Die Musik war so innovativ und prägend, dass sie bis heute relevant ist«, meint Micke und schwärmt von der positiven Energie und der Professionalität, mit der die Stücke produziert wurden.
Tatsächlich sind die »Greatest Hits« (1992) eines der meistverkauften Alben der Musikgeschichte. Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben das Abba-Musical »Mamma Mia« und den gleichnamigen Film mit Meryl Streep und Pierce Brosnan gesehen. Und die Wanderausstellung »Abba World«, die nun im neuen Museum zu sehen sein wird, war ein Publikumsmagnet – ob in London, Prag, Sydney, Melbourne oder Budapest.

Nein, eine Abba-Sättigungsgrenze gibt es für Micke auch nach all den populären Revival-Projekten nicht. Das Museum, da ist er sich sicher, wird wieder etwas Neues zu bieten haben.

Björn Ulvaeus, der als einziges ehemaliges Abba-Mitglied kreativ und finanziell an der kommenden Ausstellung beteiligt ist, verspricht »Wärme und Humor. Man soll uns näher kommen können«. So wird es im Kosmos der Kostüme, Instrumente und anderer Zeitzeugnisse auch ein Hologramm geben, in dem die Museumsbesucher selbst zum fünften Bandmitglied werden können.

Freuen wir uns also auf 2013 mit »ABBAM« – Agnetha, Björn, Benny, Anni-Frid – und Micke.

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Das Arrival-Album mit den Originalunterschriften.

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»Abba – by Micke« – ein Buch über Micke Bayart und den deutschen Abba-Fanclub.

 abbathemuseum.se