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Nachrichten

Erik Berg2

LADY MACBETH VON MZENSK an der Deutschen Oper

18 December 2014


Im Januar feiert die Aufführung von Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« Premiere an der Deutschen Oper Berlin – inszeniert vom norwegischen Regisseur Ole Anders Tandberg in Koproduktion mit der Norwegischen Oper.

Eine faszinierende Frauengestalt steht im Zentrum von Dmitrij Schostakowitschs Oper »Lady Macbeth von Mzensk«: Zwar schreckt die russische Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa nicht davor zurück, ihren Mann und ihren Schwiegervater zu ermorden, doch schafft es der Komponist, dass man sie und ihre Taten weniger verurteilt als vielmehr versteht. In seiner Oper zeigt Schostakowitsch die Entwicklung einer Frau, die durch die Härte und Rohheit ihrer Umgebung beeinflusst wird. Die Premiere ist am 25. Januar, weitere Vorstellungen laufen am 29. und am 31. Januar sowie am 5. und am 14. Februar.

Welterfolg trotz Zäsur

Erik Berg

Im Maly Theater in St. Petersburg (damals Leningrad) findet 1934 die Uraufführung statt. Damals befindet sich der erst 26-Jährige Schostakowitsch auf einem ersten Gipfelpunkt seines kompositorischen Schaffens. Vier Jahre später erlässt Stalin ein Aufführungsverbot, wohl weil er sich an der humanistischen Kernaussage des Stücks stößt. Doch kann die Zäsur von »Lady Macbeth von Mzensk« den Welterfolg der Oper letztlich nicht aufhalten.

An der Deutschen Oper Berlin wird Schostakowitschs Werk von einem Regisseur neu inszeniert, der erstmalig in Deutschland arbeitet. In Skandinavien jedoch gehört der Norweger Ole Anders Tandberg zu den bekanntesten Schauspielregisseuren und hat sich mit Arbeiten wie »Die Zauberflöte« (Stockholm) und »Die Heimkehr der Odysseus« (Oslo) in den letzten Jahren auch zunehmend im Musiktheater profiliert.

Koproduktion mit Norwegischer Oper

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Mit eindrucksvollen Bildern verlagert Tandberg den Spielort in eine Gegend, die mindestens ebenso trostlos ist wie die russische Provinz: Das raue Leben im Norden Norwegens bietet die suggestive, alptraumhafte Szenerie für Katerinas Schicksal.

Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« ist ein Herzensanliegen von Generalmusikdirektor Donald Runnicles. Öfter als jedes andere Werk hat er diese Oper im Laufe seiner Karriere dirigiert. Für die Koproduktion mit der »Norske Opera Oslo« (dt. Norwegische Oper) hat die Deutsche Oper Berlin zwei bedeutende Sängerdarsteller gewinnen können, die normalerweise in den Opern von Wagner und Richard Strauss Triumphe feiern: Die Titelpartie wird von Evelyn Herlitzius interpretiert, in der Rolle von Katerinas Schwiegervater Boris kehrt der englische Bassist Sir John Tomlinson nach Berlin zurück.

Fotos: Erik Berg