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Kultur- und Kunstfestival:
MADE in Umeå
06 May 2014
Vom 07. – 10. Mai öffnet die diesjährige Kulturhauptstadt Umeå die Pforten ihrer NorrlandsOpera, um das Publikum des jährlich stattfindenden internationalen Festivals für bildende Künste willkommen zu heißen. Über 4 Tage verteilt bietet das MADE-Festival ein abwechslungsreiches Angebot mit Theater, Kunst, Film, Musik und Tanz.
Genau wie das jährliche Festival-Programm und die verschiedenen Trends im Bereich der Künste, so ist unser gesamtes Umfeld im stetigen Wandel. Kunst, Wissenschaft und Technik; alles ändert sich, wird innovativer, schneller und moderner. What comes next? Diese Frage schwebt als Motto über der diesjährigen Veranstaltung. Es geht darum neues auszuprobieren und neues kennen zu lernen. Und vor allem geht es darum Grenzen zu überschreiten. Dies zeigt sich innerhalb der verschiedenen Projekte der internationalen sowie nationalen Künstlerinnen und Künstler, deren jeweilige Stilrichtungen ineinander überzugehen scheinen.
Für alle Sinne
Das Performing-Team „Saiyah“ feiert auf dem Festival seine Weltpremiere mit einer besonderen Form von Kunst, bei der verschiedene Sinneseindrücke mithilfe von Bild, Klang und Form zu einem “synästhetischen” Gesamtkunstwerk verbunden werden. Und auch Filmliebhaber bekommen mehr als bei einem gewöhnlichen Kinobesuch geboten. Neben der Filmvorführung von Jim Jarmuschs „Only Lovers Left Alive“ gibt es zusätzlich ein Konzert des Filmmusik-Komponisten Jozef van Wissem. Im Bereich der Musik kann es zudem sehr experimentell zugehen, wenn Norrlands Symphonieorchester das aktuelle Album der Punkband Refused covert.
Neben solch einmaligen Musik-Projekten ist das MADE ein guter Ort, um sich einen Überblick über vielversprechende Newcomer zu verschaffen. Zu diesen zählen Bands und Solo-Künstler wie Min Stora Sorg oder Könsförrädare, die innerhalb Skandinaviens bereits an Bekanntheit gewonnen haben. Daneben bieten zahlreiche Shows im Bereich von Tanz und Theater die Möglichkeit ungewöhnliche Geschichten auf eindrucksvolle Weise zu erleben. In der Performance “Le Cargo” erzählt Choreograph Fausten Linyekula beispielsweise seine eigene Geschichte während des Kriegs im Kongo. Natürlich ändern sich mit dem fortlaufenden Wandel der Zeit auch die Techniken. Die Französin Anne Nguyen löst sich entsprechend von klassischen Darbietungsformen und macht mit ihrer Company “Par Terre” Tanzelemente des Break- und Streetdance bühnenreif.
Gedankensuppe
An drei Nachmittagen bekommen die Besucher die Gelegenheit ihre vielen neuen Eindrücke und Gedanken noch einmal zu sammeln und zusammenzutragen. Während des sogenannten “Soppsamtal” (Suppen-Gespräch) finden unter der Leitung der schwedischen Künstlerin Gunilla Samberg, während einer gemeinsamen Schüssel Suppe, Diskussionen zum Veranstaltungsthema statt.
Am späten Abend eines jeden Festival-Tags können die Besucher dann schließlich noch einmal selbst auf der Tanzfläche aktiv werden, wenn junge DJ-Teams neue Klänge aus dem Bereich der elektronischen Musik auflegen.
Informationen zum Tages-Ticket oder dem Festival-Pass gibt es auf der Festival-Website






