Nachrichten
Göteborger Film Festival kürt besten nordischen Film
05 February 2015
Am Montag ging das Göteborger Film Festival zu Ende. Bester nordischer Film wurde „I dina hænder“ (dt.: In deinen Händen) des dänischen Regisseurs Samanou Acheche Sahlstrøm. Daneben wurden noch zahlreiche weitere Preise vergeben.
Das Festival in Schwedens zweitgrößter Stadt vergibt jedes Jahr mehrere Preise für Produktionen aus den nordischen Ländern. Der Preis für den besten nordischen Film geht dieses Jahr an den Dänen Samanou Acheche Sahlstrøm mit „I dina hænder“ (dt.: In deinen Händen). Der Film handelt von der jungen Frau Maria, die den schwer chronisch Kranken Niels auf seinem Weg in die Schweiz begleitet. Dort möchte er Sterbehilfe in Anspruch nehmen, auch wenn sie strikt dagegen ist. Doch da er nicht alleine reisen kann, ist er auf sie angewiesen.
Der Preis für die beste nordische Dokumentation ging an „The Look of Silence“ (dt.: Der Anblick der Stille). Als Koproduktion verschiedener nordischer Länder mit Großbritannien und Indonesien beschäftigt sich der Film des US-amerikanischen Regisseurs Joshua Oppenheimer mit dem indonesischen Genozid an Kommunisten in den 60er-Jahren. Der Film folgt thematisch seinem preisgekrönten Vorgänger „The Act of Killing“ (dt.: Die Handlung des Tötens) und wurde bereits mit dem Grand Jury Prize des Filmfestivals in Venedig ausgezeichnet.
Der Publikumspreis ging in diesem Jahr an die schwedische Produktion „Min lilla syster“ (dt.: Meine dürre Schwester). Dieser emotional sehr tiefgehende Film erzählt die Geschichte von Stella und ihrer großen Schwester Katja. Bisher diente Katja dem jungen Mädchen als Vorbild, doch als diese ihre fortschreitende Magersucht nicht mehr vor ihr verheimlichen kann, beginnt das Bild zu bröckeln. Durch die geistige Abwesenheit der Eltern ensteht zwischen den Schwestern eine besonderes Verhältnis zwischen Liebe, Eifersucht und Verzweiflung.
Das Göteborger Film Festival fand dieses Jahr erstmals unter der Leitung von Jonas Holmberg statt. Der schwedische Filmkritiker und Gründer der Kulturzeitschrift FLM folgt damit auf Marit Kapla, die das Festival seit 2007 geleitet hat. Neben dem diesjährigen skandianvischen Schwerpunkt-Land Norwegen lag der internationale Fokus auf Japan. Hierdurch waren in diesem Jahr auch viele zeitgenössische Filme japanischer Herkunft auf dem Festival zu sehen.
Weitere Informationen zum Festival, den Gewinnern der anderen Kategorien sowie den Nominierten unter giff.se






