150313-Banner-norr-panorama
DanCenter-energiesparhaus-schweden

Die neue NORR

norr cover fruhling

Der Frühling ist da. Auf 100 Seiten NORR erwarten euch:

+ Angeln in der Wildnis
+ Der Höga Kusten Hike
+ Walfang auf den Färöern
Ein Tag Kopenhagen
+ Restaurant Day
+ Algen auf dem Speiseplan
+ Jugendprojekt Polarkreis

NORR gibt es im ausgewählten Zeitschriftenhandel, in unserem Shop oder direkt im Abo.

Norden Zuhause

TIDNINGSHÖG

Liebst du den Norden so wie wir? Dann lass ihn doch vier mal im Jahr direkt zu dir nach Hause kommen. Deine Vorteile:

+ Pünktlich im Briefkasten
+ 18,60 € statt 22,00 € für 4 Hefte
+ Tolle Prämien bei Abschluss
+ Gewinne nur für Abonennten

Jetzt NORR abonnieren oder verschenken.

patagonia sustainability

Patagonia
als Vorbild

Wenn es ein Unternehmen gibt, das in der Outdoorbranche eine grüne Welle ausgelöst hat, dann Patagonia. In Zukunft will das Unternehmen nicht nur vermehrt getragene Kleidung wiederverwerten, sondern auch Second-Hand-Sachen in Umlauf bringen.

Text: Henrika Lavonius-Wike

»Common Threads« heißt die neueste Kampagne von Patagonia, die unter dem Motto »Reduce, repair, reuse, recycle« steht und Verbaucher zu einem verantwortungsbewußteren Konsumverhalten anregen will. Denn die Tatsache, dass wir die Umwelt in einer allzu hohen Geschwindigkeit ausbeuten, dringt nur langsam in das Gewissen der westlichen Welt vor.

Dies erkannte Yvon Chouinard, der Gründer von Patagonia, bereits in den 70er Jahren. Er entschied, die Herstellung seiner erfolgreichen Bohrhaken für Felskletterer einzustellen, weil sie die Berge zu stark beanspruchten. Stattdessen gründete er das Unternehmen Patagonia. Dort spielte die Umwelt seit den Anfängen eine große Rolle. Besonders deutlich wurde das zu Beginn der 90er Jahre als das Unternehmen alle seine Fasern einer Umweltprüfung unterzog. Daraufhin entschied man bei Patagonia, dass in Zukunft nur noch ökologische Baumwolle bei der Herstellung verwendet werden sollte.

»Wir beeinflussen die Umwelt in allem, was wir tun, doch lassen sich die Auswirkungen der Zerstörung mithilfe von bewußteren Entscheidungen minimieren«, sagte Chouinard in einem Interview 2006. Sechs Jahre später kann man die wichtige Rolle in Sachen Umweltfreundlichkeit, die das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Ventura für die Outdoorbranche spielt, nicht mehr ignorieren. Viele der unternehmerischen Initiativen der Firma haben Nachahmer in der Branche gefunden, was man bei Patagonia ausnahmslos positiv betrachtet.

»Ein Teil unseres Mission Statements ist, andere Akteure zu ermutigen, umweltfreundliche Lösungen zu entwickeln«, sagt Isabelle Susini, Beauftragte für Umweltfragen für Patagonia in Europa (Bild oben).

»Wenn wir gute Lösungen finden, teilen wir die gerne mit anderen. Wir haben beispielsweise unsere Lieferkette in den »Footprint Chronicles« auf unserer Homepage veröffentlicht. Das ist transparent und jedes andere Unternehmen kann das nachmachen.

»Der Wille, andere an den eigenen Entwicklungen zu beteiligen war auch der Grund, dass Patagonia 2009 eine Zusammenarbeit mit Wal-Mart begann, dem weltgrößten Einzelhandelskonzern. »Wenn man Dinge bewegen will, muss man die Big Player beeinflussen. Dass wir von Wal-Mart zu Vorträgen eingeladen wurden, ist ein Zeichen dafür, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben«, berichtet die Umweltchefin weiter.

Ihre wichtigste Aufgabe ist, ein funktionierendes Wiederverwertungssystem für Patagonia in Europa zu schaffen. »Wir versprechen unseren Kunden, dass wir jedes Produkt aus unserem Hause wieder zurücknehmen.«

Ginge es nach ihren Wünschen, würde sie es jedoch lieber sehen, wenn gebrauchte Kleidung in Einklang mit dem Kampagnen-Motto »Reuse« statt desssen neue Besitzer finden würde.

»In den USA werden auf unserer Hompage auch gebrauchte Patagonia-Produkte verkauft. Hoffentlich können wir damit nächstes Jahr auch in Europa durchstarten.«

 

 

 

NGP_logo_2013

patagonia-logo

Patagonia

wurde 1973 von dem Alpinisten Yvon Chouinard gegründet und zählt zu den größten Umwelt-Pionieren der Branche. Die Firma aus Kaliforniern stellt hochqualitative Funktionsbekleidung für Berg- und Wassersportler her. Ein Großteil wird aus recycelten Materialien produziert. Seit 1985 spendet das Unternehmen mindestens ein Prozent seines Umsatzes an Umweltorganisationen.

patagonia.com