Bergans
GRÜNER LEUCHTTURM
Bergans of Norway hat sein Umwelt- und CSR-Engagement nie an die große Glocke gehängt – obwohl das Unternehmen schon lange auf diesen Gebieten aktiv ist. Jetzt geht die Firma an die Öffentlichkeit.
Text: Gabriel Arthur. Foto: Fredrik Schenholm
»Dass wir unser Umweltengagement bisher nicht so deutlich kommuniziert haben, war eine bewusste Entscheidung«, berichtet David Durkan, Marketing und Brand Coordinator bei Bergans, der auch in den Bereichen Umwelt und CSR involviert ist. »Sich so in der Öffentlichkeit zu profilieren, gehört nicht unbedingt zur Unternehmenskultur in Norwegen. Doch da sich sehr viele andere Firmen in der Outdoor-Branche mit ihrem Engagement präsentieren, müssen wir nachziehen, damit nicht der Eindruck entsteht, uns seien diese Fragen egal. Außerdem wollen auch immer mehr Endverbraucher und Händler Informationen diesbezüglich haben.«
Im Mai 2012 bekam das Unternehmen die Umweltzertifizierung »Miljøfyrtornet « verliehen (Umweltleuchtturm). Dies war der Startschuss für eine neue Strategie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit bei Bergans.
Der »Umweltleuchtturm « ähnelt den Umweltnormen ISO 14001 und EMAS, ist jedoch speziell auf kleine und mittelgroße Unternehmen zugeschnitten. Für die Zertifizierung wird jeder Bereich einer Firma genauestens analysiert, mit dem Ziel, dass die Unternehmen systematischeStrategien im Bereich Umwelt entwickeln und nicht nur punktuelle Verbesserungen vornehmen. »Wir hatten auch vorher schon vieles richtig gemacht, aber nach der Analyse sind wir noch konsequenter geworden und haben stärker das Gesamtbild unseres Engagements in den Blick genommen«, fügt David Durkan hinzu. »Wir haben die Umweltberaterin, die uns während des Prozesses geholfen hat, Christine Dolva, nun als CSR-Verantwortliche angestellt. Das macht deutlich, wie gut sie ihre Arbeit gemacht hat.«
Dass immer mehr Unternehmen in der Branche auf eine deutliche Kommunikationsstrategie in den Bereichen Umwelt und CSR setzen, ist für David Durkan kein Nachteil. Im Gegenteil: »Die Herausforderungen sind so groß, dass Unternehmen dem alleine nicht gewachsen sind. Wir sind gezwungen, uns mit anderen Akteuren zusammenzusetzen.« Bergans arbeitet eng mit der »European Outdoor Association« zusammen, die rund 50 Mitglieder hat. In Sachen CSR ist das Unternehmen Teil der »Initiative für ethischen Handel«.
Außerdem engagiert man sich im eigenen Land und in Nepal in verschiedenen anderen Projekten. In Nepal gilt das vor allem für die Organisation »Mountain People«, die Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Dort konnte bereits eine neue Schule in der Nähe des Mount Everest und ein Kulturzentrum in Katmandhu gebaut werden. Im Rahmen dieser Zusammenarbet wurden dort auch 25 Kindergärten renoviert. David Durkan gehört zu den Gründern der Organisation und arbeitet im Auftrag von Bergans jedes Jahr einen Monat für das Projekt. »In Norwegen setzen wir uns dafür ein, Menschen für das Leben im Freien zu begeistern. Zusammen mit der Norwegischen Touristenvereinigung DNT versuchen wir, wieder mehr Leute in die Berge zu locken«, berichtet David. »Das gilt auch für uns bei Bergans – vor kurzem haben wir daher eine interne Wandergruppe gegründet.«











