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Kiruna zieht um
13 March 2014
Schwedens nördlichste Stadt Kiruna wurde vor rund 100 Jahren um die größte Erzmiene Europas herum angesiedelt. Nun muss die Stadt dem Erz weichen.
Genau unter den Grundmauern der Stadt entdeckte man große Erzvorkommen. Bei weiteren Bohrungen würde erhöhte Einsturzgefahr bestehen. Deswegen beschloss man vor zehn Jahren, Kiruna mit samt seinem Rathaus, Bahnhof, Kirche und den 3 000 Häusern um zwei Kilometer zu versetzen. Die entstehenden Kosten übernimmt die Erzindustrie.
Es ist kaum vorstellbar, eine komplette Stadt umzuziehen. Denkt man da nur an den Aufwand und Stress, der schon bei einem Umzug eines Einpersonenhaushalts entsteht. Der schwierigste Part an dem ganzen Unternehmen dürfte aber ein ganz anderer sein: Den Bewohnern mitzuteilen, dass sie ihr Heim verlassen müssen, um in ein zwei Kilometer entferntes, neues einzuziehen.
Die Stadt sieht in dem aufwändigen Vorhaben jedoch auch eine Chance. Man erhofft sich ein dichteres, attraktiveres Stadtzentrum, das Menschen anzieht und so zum Wachstum der Stadt im hohen Norden beitragen soll.
Das Projekt soll in den nächsten 20 bis 25 Jahren abgeschlossen sein. Das neue Rathaus wird bereits 2016 fertig gestellt als Anker für den restlichen Umzug.
Weitere Informationen findet ihr in einem Artikel aus der NORR Sommerausgabe 2013: norrmagazin.de






