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25 Jahre Eishotel
in Jukkasjärvi
24 November 2014
Das Eishotel feiert Geburtstag. Seit 25 Jahren entsteht in Jukkasjärvi Winter für Winter eine Magiewelt aus Schnee und Eis. Ein Erlebnis, das Gäste und Besucher aus aller Welt nach Schwedisch Lappland zieht. Ja, sogar heiraten kann man hier.
Sobald die Außentemperaturen gen null sinken, beginnt die Arbeit. Für gewöhnlich im Oktober. Dann muss alles ganz schnell gehen. In nur acht Wochen entsteht auf einer Gesamtfläche von 5 500 Quadratmetern das Eishotel. Jedes Jahr auf’s Neue. Im Dezember sind die wortwörtlich coolen Zimmer bezugsbereit. 200 Kilometer nördlich vom Polarkreis betten sich rund 35 000 Gäste jährlich auf Eis und Rentierfellen.
Magiewelt aus Schnee und Eis
Bis zu 50 000 Besucher strömen jedes Jahr nach Jukkasjärvi, um das Eishotel zu bestaunen. Das ist gerade noch im Aufbau. Es wird gehämmert und gewerkelt. Bei einer Raumtemperatur von -5 °C verwirklichen Künstler aus den unterschiedlichsten Ländern sich und ihr Projekt in Schnee und Eis. Hierzu verwenden sie insgesamt 1 000 Tonnen Eis aus dem Fluss Torneälven und 30 000 Kubikmeter »snice«, das aussieht wie leichter Schnee, aber so strapazierfähig ist wie Eis. Eine ideale Mischung. Bis zum Bau werden die Eisblöcke in großen Kühlhallen gelagert und bearbeitet. Der Zeitplan ist straff.
Ein Künstlertagebuch
Letztes Jahr gehörten Geertje Jacob und Gaston Vacaflores zu 25 Künstlern, die im Auftrag des Eishotels in Jukkasjärvi eine Art Suite aus Eis und Schnee gestalten durften. Mit Kettensäge, Meißel und Hammer schafften sie ein Kunstwerk, das eine Lebensdauer von nur vier Monaten hat. Denn schon im April beginnt das Eishotel zu schmelzen. Ihre Erlebnisse und Eindrücke hat Geertje in einem Künstlertagebuch festgehalten.
Nicht nur übernachten kann man im Eishotel. Auch eine Hochzeit ist möglich. Angestoßen wird in der nahe gelegenen Eisbar, die genügend Platz und warme Decken bietet. Denn natürlich ist auch hier alles aus Eis. Sogar die Gläser. Traditionsgetränk ist ein Pinnchen Absolut Vodka, das in den eisigen Hallen wärmt.
Fotos: Geertje Jacob & Peter Grant / imagebank.sweden.se








